Staunspaziergang

Zum „Staunspaziergang“ kamen 24 Fünftklässler/-innen der August-Hermann-Francke-Schule auf das Gelände der Landesgartenschau, und sie erlebten in der Wieseckaue einen besonderen Unterricht, der vom genauen Hinschauen geprägt war.

Im Gegensatz zu vielen anderen der 500 Veranstaltungen im Rahmen des „Grünen Klassenzimmers“ war zu diesem Termin die Lichtkirche der Startpunkt. Pfarrerin Jutta Becher begrüßte die von Ken Metzner und Martin Geilfus begleiteten Kinder und bot ihnen zunächst das Hinsetzen in dem kleinen, von evangelischer und katholischer Kirche genutzten Gotteshaus an. Im Gespräch über die besondere Architektur äußerten die Kinder ihre Beobachtungen zum im Giebel hängenden Sonnenkreuz und zur spürbar engen Verbindung zwischen Innen- und Außenraum: Luft, Wind und Blätter können in den Kirchenraum kommen, die Grenze zur umgebenden Natur ist weniger spürbar. So fiel es auch leicht, den von der Pfarrerin ausgeteilten Psalm 104 zu lesen, und bewaffnet mit je einem Textblatt pro Person ging es dann hinaus, um an verschiedenen Stationen dem Inhalt dieses „Schöpfungspsalms“ nachzuspüren.


Becher ermunterte die Schüler/-innen, auch mal ein Stück alleine zu gehen oder ohne Gespräch zu verbringen. So übten die jungen LGS-Besucher/-innen, das Sonnenlicht zu spüren, dem plätschernden Bachlauf zu lauschen und Einzelheiten der reichhaltigen Pflanzenwelt auf die Spur zu kommen. Hilfreich war dabei auch die Erlaubnis, während des Unterrichtsganges eine kleine Sache mitzunehmen. Wieder an der Lichtkirche angekommen, legte jedes Kind etwas in die Mitte, verbunden mit der Erklärung, warum dieses Blatt oder jene Blüte eine besondere Aufmerksamkeit verdient habe. Auch besondere Steine hatten die Aufmerksamkeit einzelner Kinder erregt, und so kam am Ende des Spazierganges manche Einzelheit in den Mittelpunkt des Interesses, die sonst unbeachtet geblieben wäre.

Staunen als Unterrichtsthema – so schwer ist das gar nicht, merkten die Schüler/-innen; und kurzweilig war es auch, dem Schöpfer auf der Landesgartenschau nachzuspüren. Ein Ziel des Schulvormittages – Pflanzen und Tiere in unserer Umwelt achtsam wahrzunehmen – hatte der „Staunspaziergang“ jedenfalls erreicht.

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